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Nachhaltigkeitszertifizierung der Betrieblichen Vorsorgekassen und Pensionskassen

Mit der diesjährigen Nachhaltigkeitszertifizierung der betrieblichen Vorsorgekassen und Pensionskassen bestätigte sich aufs Neue die Vorreiterrolle dieser Branche im Thema nachhaltiges Investment: Erstmals unterzogen sich alle neun Vorsorgekassen in Österreich der Nachhaltigkeitsprüfung und erhielten auch die begehrten ÖGUT-Zertifikate.

Alljährlich prüft und zertifiziert die ÖGUT die betrieblichen Vorsorgekassen und Pensionskassen nach Nachhaltigkeitskriterien auf freiwilliger Basis. Mit dieser Prüfung hat sich über die Jahre ein nachhaltiger Investment-Standard etabliert, der diese Gruppe zu absoluten Vorreitern unter den institutionellen Investoren macht.

Ergebnisse der Nachhaltigkeitszertifizierung 2016: 

Die Ergebnisse der Prüfung basieren auf den Gutachten der ÖGUT in Zusammenarbeit mit einer ExpertInnen-Jury. 

Hintergrund 

Die betrieblichen Vorsorgekassen (ehemals Mitarbeitervorsorgekassen) wurden 2002 vom Gesetzgeber ins Leben gerufen, um die betriebliche Pensionsvorsorge in Österreich zu stärken*. Das Gesetz verpflichtet alle Unternehmen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Eintrittsbeginn nach dem 31.12.2002 neu beschäftigen, monatliche Beiträge in der Höhe von 1,53 % der Bemessungsgrundlage in diese neuen Kassen – als Beitrag zur Pensionsvorsorge - einzuzahlen. Seit dem Jahr 2008 sind auch Selbständige, Freiberufler sowie Land- und Forstwirte in den Geltungsbereich dieses Gesetzes einbezogen. Die betriebliche Vorsorgekasse wird gemeinsam von Arbeitgeber und Betriebsrat (wenn vorhanden) gewählt. Seit 2010 gibt es zehn betriebliche Vorsorgekassen am Österreichischen Markt. 

Seit 2004 prüft und zertifiziert die ÖGUT Vorsorge- und Pensionskassen nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien. Geprüft werden drei Bereiche: 

Im Teil „Grundsätze & Methodik“ werden die Veranlagungsgrundsätze und die Veranlagungskriterien (Positiv- und Negativkriterien sowie Ausschlusskriterien) aber auch das Research und die Kontrolle bezüglich der Einhaltung der Kriterien in der Vorsorgekasse geprüft. Die Prüfung des Portfolios hat das Ziel, die tatsächliche Veranlagung im Berichtszeitraum zu untersuchen. Im Sinne des Konzepts der Nachhaltigkeit versucht die gegenständliche Prüfung neben der Veranlagung auch das „Umfeld“ der Vorsorgekasse einzubeziehen. Dies umfasst die Analyse der Kommunikation und Transparenz bezüglich Nachhaltigkeit, des Engagement-Ansatzes und des Themas Nachhaltigkeit im Kontext der Vorsorgekasse (z.B. betriebsökologische Aspekte, MitarbeiterInnenpolitik, Corporate Citizenship).

Die jährliche Nachhaltigkeitsprüfung wird zusammen mit einer Jury und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft – auf freiwilliger Basis - durchgeführt.


* Mit 1. Jänner 2003 ist das betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) unter dem Stichwort „Abfertigung NEU“ in Kraft getreten.

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