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Nachhaltigkeitszertifizierung der Betrieblichen Vorsorgekassen und Pensionskassen

Nachhaltigkeit in der Veranlagung hat sich bereits zu einem Standard bei den Vorsorgekassen entwickelt – bereits acht von zehn Vorsorgekassen lassen sich von der ÖGUT hinsichtlich der Einhaltung nachhaltiger Kriterien in der Veranlagung prüfen. Die Vorsorgekassen sind damit absolute Vorreiter der Branche. Die Ergebnisse der Prüfung des Berichtsjahres 2014 stehen bereits fest:

Ergebnisse der Nachhaltigkeitszertifizierung 2015: 

Die Ergebnisse der Prüfung basieren auf den Gutachten der ÖGUT in Zusammenarbeit mit einer ExpertInnen-Jury. 

Hintergrund 

Die betrieblichen Vorsorgekassen (ehemals Mitarbeitervorsorgekassen) wurden 2002 vom Gesetzgeber ins Leben gerufen, um die betriebliche Pensionsvorsorge in Österreich zu stärken*. Das Gesetz verpflichtet alle Unternehmen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Eintrittsbeginn nach dem 31.12.2002 neu beschäftigen, monatliche Beiträge in der Höhe von 1,53 % der Bemessungsgrundlage in diese neuen Kassen – als Beitrag zur Pensionsvorsorge - einzuzahlen. Seit dem Jahr 2008 sind auch Selbständige, Freiberufler sowie Land- und Forstwirte in den Geltungsbereich dieses Gesetzes einbezogen. Die betriebliche Vorsorgekasse wird gemeinsam von Arbeitgeber und Betriebsrat (wenn vorhanden) gewählt. Seit 2010 gibt es zehn betriebliche Vorsorgekassen am Österreichischen Markt. 

Seit 2004 prüft und zertifiziert die ÖGUT Vorsorge- und Pensionskassen nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien. Geprüft werden drei Bereiche: 

Im Teil „Grundsätze & Methodik“ werden die Veranlagungsgrundsätze und die Veranlagungskriterien (Positiv- und Negativkriterien sowie Ausschlusskriterien) aber auch das Research und die Kontrolle bezüglich der Einhaltung der Kriterien in der Vorsorgekasse geprüft. Die Prüfung des Portfolios hat das Ziel, die tatsächliche Veranlagung im Berichtszeitraum zu untersuchen. Im Sinne des Konzepts der Nachhaltigkeit versucht die gegenständliche Prüfung neben der Veranlagung auch das „Umfeld“ der Vorsorgekasse einzubeziehen. Dies umfasst die Analyse der Kommunikation und Transparenz bezüglich Nachhaltigkeit, des Engagement-Ansatzes und des Themas Nachhaltigkeit im Kontext der Vorsorgekasse (z.B. betriebsökologische Aspekte, MitarbeiterInnenpolitik, Corporate Citizenship).

Die jährliche Nachhaltigkeitsprüfung wird zusammen mit einer Jury und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft – auf freiwilliger Basis - durchgeführt.


* Mit 1. Jänner 2003 ist das betriebliche Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG) unter dem Stichwort „Abfertigung NEU“ in Kraft getreten.

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