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gruenesgeld.at - Die unabhängige Informationsplattform für ethisch-ökologische Veranlagung

Häufig gestellte Fragen

Was ist unter Grünem Geld zu verstehen?

„Grünes Geld“, „Nachhaltige Veranlagung“, „Ökologische Geldanlage“, „Ethisch-ökologisches Investment“, etc. sind unterschiedliche Begriffe für Veranlagungen, bei denen ökologische, soziale bzw. ethische Komponenten bei der Auswahl, Beibehaltung und Realisierung des Investments berücksichtigt werden. Es wird also beispielsweise in Unternehmen investiert, die in ihrer Geschäftspolitik ökologische und/oder soziale Grundsätze verfolgen und deren Produkte und Dienstleistungen einen ökonomischen, ökologischen und damit gesellschaftlichen Nutzen erzeugen. Mit „nachhaltigem Investment“ kann auch der verantwortungsvolle Gebrauch von Mitspracherechten, die mit Anteilspapieren verbunden sind, gemeint sein.

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Welchen Nutzen hat es, wenn nach ethisch-ökologischen Gesichtspunkten veranlagt wird?

Die Finanzindustrie hat einen enormen Lenkungseffekt: sie könnte die Geldströme in Richtung mehr Nachhaltigkeit lenken. Daher kann Grünes Geld auf verschiedene Arten zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Konkret zu nennen ist hier beispielsweise die Finanzierung von Umwelt- aber auch Sozialprojekten. Grüne Geldanlagen stellen vielfach erst die notwendige Finanzierung für die Gründung neuer nachhaltig orientierter Unternehmen oder die Durchführung umweltfreundlicher Projekte bereit. Ein weiterer Vorteil liegt in der Bewertung von Anlageobjekten hinsichtlich Nachhaltigkeit, die umfangreiche Informationen erfordert. Die Unternehmen werden angehalten, nachhaltigkeitsrelevante Daten zu sammeln und bereitzustellen. Auf diese Weise wird Transparenz geschaffen, was auch für die Unternehmen einen Vergleich untereinander ermöglicht und so den Wettbewerb in Sachen Umwelt und Soziales fördert.

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An wen kann ich mich als private AnlegerIn wenden, wenn ich ethisch-ökologisch investieren möchte?

Als ersten Schritt sollten Sie sich Informationen über ethisch-ökologische Investments beschaffen. Dazu soll Ihnen diese Website mit einführenden Informationen, Hinweisen, Literaturtipps und weiterführenden Links dienen. Außerdem sollten Sie sich über Ihre finanzielle Situation – soweit möglich - im Klaren sein und Ihre Wünsche hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rentabilität und natürlich in Bezug auf den ökologischen und sozialen/gesellschaftlichen Nutzen Ihrer Geldanlage formulieren. Dazu haben wir für Sie eine Checkliste erstellt. Prinzipiell empfehlen wir als nächsten Schritt, ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen.

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Muss ich auf Rendite verzichten, wenn ich in grüne Geldanlagen investiere?

Die häufigsten Einwände gegen ethisch-ökologische Veranlagungen beziehen sich auf ihre angeblich geringere Rentabilität im Vergleich zu konventionellen Anlagen. Diese Befürchtungen werden in der Praxis nicht bestätigt: Ethisch-ökologische Anlagen werfen in der Regel keine geringeren Renditen ab und weisen im Schnitt auch kein höheres Risiko auf. Dasselbe gilt für die Liquidität, die im Wesentlichen von der Anlageform abhängt und nicht davon, ob nach ethischen, sozialen und ökologischen Kriterien veranlagt wurde oder nicht.

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Wie sicher ist Grünes Geld?

Ein spezielles "grünes" Risiko von Vermögensanlagen gibt es trotz der Einengung des Anlagespektrums nicht. Ein von vornherein vorgegebener Ausschluss umweltschädigender Investitionsmöglichkeiten müsste zwar das Risiko steigern, in der Praxis spielt das allerdings kaum eine Rolle. Sehr viel wichtiger für die Frage der Sicherheit der Vermögensanlage ist die Sorgfalt bei der Auswahl des einzelnen Anlageproduktes und bei der Zusammenstellung des gesamten Portfolios.

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Wie erkenne ich ein grünes Anlageprodukt? 

Dazu ist als erster Schritt zu empfehlen, sich z.B. auf dieser Website über das Thema im Allgemeinen zu informieren. Weiters empfehlen wir ein Beratungsgespräch, entweder bei Ihrer Bank (Fragen Sie nach einem Berater/einer Beraterin mit entsprechender Kompetenz!) oder bei einer unabhängigen BeraterIn mit ethisch-ökologischer Kompetenz. 

Zudem gibt es seit 2004 das Österreichische Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte, das klare Kriterien und Anforderungen für ein nachhaltiges, zertifiziertes Produkt definiert und sich insbesondere an private AnlegerInnen richtet.

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Gibt es ausgewiesene grüne Finanzdienstleister in Österreich?

Eine Übersicht über Nachhaltigkeits- oder Umweltbanken im deutschsprachigen Raum haben wir für Sie unter „Alternativbanken“ zusammengestellt. 

Zudem gibt es unter den institutionellen Investoren in Österreich klare Vorreiter beim nachhaltigen Investieren, nämlich die betrieblichen Vorsorgekassen. 

Es gibt zehn betriebliche Vorsorgekassen am österreichischen Markt. Die meisten von ihnen bekennen sich zur Bedeutung eines nachhaltigen Investments. 2014 haben sich acht von zehn Vorsorgekassen und eine Veranlagungs- und Risikogemeinschaft (VRG) einer Pensionskasse einer Nachhaltigkeitsprüfung der ÖGUT unterzogen und das Nachhaltigkeitszertifikat für betriebliche Vorsorge- und Pensionskassen erhalten. 

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