Spar- und Termineinlagen bei Banken sind nach wie vor die wichtigste Form der privaten Geldanlage, sieht man vom Immobilienerwerb ab. Die gängigsten Anlageangebote sind Sparbriefe, Sparkonten und Festgelder. Bei allen Unterschieden in den Details bestehen gleichzeitig eine Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen diesen Finanzprodukten:
- Die Rendite ist zumeist etwas geringer als dies bei an der Börse gehandelten vergleichbaren Anlageprodukten wie z. B. Rentenpapieren der Fall ist.
- Die Sicherheit ist relativ hoch. Selbst beim Konkurs der jeweiligen Bank schützen in der Regel so genannte Einlagensicherungsfonds der Kreditwirtschaft bis zu 20.000 Euro je Person. Sie verhindern den Verlust (zumindest) eines großen Teiles der investierten Gelder.
- Die Verfügbarkeit des Geldes ist recht präzise vorgegeben. Zumeist handelt es sich hier um kurz- bis mittelfristige Anlagen. Mit ihnen lässt sich die Liquidität des eigenen Portfolios gut steuern.
Die genannten Charakteristika gelten gleichermaßen für die „nachhaltigen“ Pendants. Hinzu kommen teilweise weitere Spezifika: So kann beispielsweise beim „Öko-Sparbuch“ auch ein niedriger Zinssatz als beim „normalen“ Sparbuch mit der Bank vereinbart werden. Mit den nicht ausbezahlten Zinsen investiert die Bank in ökologische/soziale Projekte – Sie finanzieren diese Projekte durch Ihren Zins. Hier wird also bewusst auf einen Teil der Rendite zugunsten nachhaltiger Projekte verzichtet.
Hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Sparbuchs muss außerdem angemerkt werden, dass Sparen an sich eine relativ intransparente Form der Veranlagung ist: Normalerweise veranlagt die Bank das Geld auf dem Sparbuch, um Ihren Zinssatz inklusive des Bankzinses zu erwirtschaften. Was mit dem Geld passiert bzw. wohin investiert wird, wird nicht dargelegt - das Sparbuch bleibt intransparent. Diese Intransparenz verursacht das Problem, dass keine Bewertung des Investments und damit der Nachhaltigkeit möglich ist.


